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Angefangen hat alles mit einem Purzelbaum
beim Mutter- Kind-Turnen.
Meinen ersten Dauerlauf von etwa zwei mal 500m mit einer Gymnastikpause
habe ich im Sommerurlaub mit meinem Vater vor dem Frühstück gemacht.Da er dieses aber nur im Urlaub und an Sonntagen
gemacht hat, war die Gefahr einer Überbelastung gebannt ;-)
Zum Schwimmen wurde ich auch angemeldet und habe es dort bis zur
Leistungsgruppe und einem 7. Platz bei den Landesmeisterschaften im
100m Rückenschwimmen geschafft.
Judo, Turnen und Badminton waren zwischendurch auch mal dran.
Selbstverständlich habe ich auch als kleiner Junge mal Fußball in der
F-Jugend gespielt. Mein mangelndes Talent führte aber nur zum Einsatz
als Verteidiger und Torwart und so war dann mit etwa 7 Jahren meine
Fußballkarriere beendet.
Als Ausgleich habe ich Leichtathletik und die klassische Schule des
Mehrkampfes erlernt. Aber im 1000m-Lauf war ich schon immer der Beste.
Um nun das Schwimmen und Laufen zu kombinieren wurde Triathlon zu einer
großen Leidenschaft von mir. Als ich dann aber in die Landeskader vom
Triathlon, wie auch in der Leichtathletik berufen werden sollte, musste
ich mich entscheiden.
Aus welchen Gründen auch immer habe ich mich für die Leichtathletik und
somit für das Laufen entschieden.
Ich habe dann von meinem ersten Trainer Sven Thode in die Gruppe der
A-Schüler zu Peter Wulf gewechselt, wo ich mich dann mehr und mehr aufs
Laufen spezialisiert habe.
Die Trainingplanung wurde dann allmählich von Olliver Wulf übernommen
und ich konnte meinen ersten großen Erfolg, den Deutschen Meistertitel
über 3000m in der Halle, feiern.
Nach der Saison 2003 habe ich meinen Heimatverein, den Preetzer TSV,
verlassen und mich der Trainingsgruppe von Andreas Fuchs beim TSV
Kronshagen angeschlossen. Seit der U20-EM betreut und berät mich auch
der ehemalige Weltklasse-Hindernis-Läufer Dr. Steffen Brand.
Mein tägliches Training absolviere ich meist in den Wäldern zwischen
Kiel und Preetz. Mit einem hohen Tempo lange und alleine auf Waldwegen
dahinhuschen, das fasziniert und begeistert mich jedes mal wieder.
Tempo-Dauerläufe und schnelle, meist gesteigerte Dauerläufe gehören
daher zu meinem Lieblingstraining.
Ich mag es, mich im Training zu fordern, die Grenzen auszutesten und
die Geschwindigkeit, die mit meinen eigenen Beinen erreichbar ist zu
genießen. Eine tägliche Frage warum, stell ich mir nicht;
Es ist Teil meines Lebens, meines Tagesablaufes.
Die Freude am Wettkampf, sich mit anderen zu messen, und große Ziele,
wie Meisterschaften und der Reiz der Olympische Spiele, sind meine
Motivation und Antrieb.
Hier aber nun noch ein paar Kommentare von Menschen, die mich in
meinem Leben begleiten:
Von:
Thorben Grothaus und Ruben Schwarz (Läuferkollegen vom TV
Wattenscheid):
- Zielstrebig und selbstbewusst
- erarbeitet sich seine Leistungen Schritt für Schritt, lebt
nicht vom
Talent
- trainiert gerne hart und viel
- pfeift auf die Meinung anderer, solange er von seinen Zielen
selbst
überzeugt ist
- verbringt auch mal den Tag damit darüber nachzudenken wie geil
er
trainiert und was alles noch so zu erreichen ist
- "Ein Bier bringt nichts, da trink ich lieber keins"
Felix Nickels ( mein "Schulfreund" ): -
äußerst ehrgeizig
- trainiert sehr diszipliniert
- völlig auf den Sport abgestimmt
- ernährt sich eigentlich sehr vernünftig/körperbewusst........außer
wenn
es mal Torte oder Eis gibt
- kann mit "Niederlagen" sehr gut umgehen und sieht diese als
neue
Herausforderungen
Christoph Lohse (Läuferkollege vom TV Wattenscheid):
- train hard - win easy
- commit yourself
- if you feel good- push
- the big mazungo
(bist halt ein Kenianer! :-) )
Lars Neumann (Läuferkollege und Trainingsparter aus Kiel):
Zielstrebig, zielorientiert: Für mich bist du jemand (im Sport) der
alles seinen Zielen unterordnet. Du kannst dich dabei außerordentlich
auf Höhepunkte fokussieren. Ohne wenn und aber arbeitest du darauf hin.
Diese Eigenschaft haben sich, sicherlich die Jahre extrem weiter
entwickelt. D.h., dass du einfache Dinge, die ein Super-Rennen
verhindern würden, nicht mehr machst bzw. es dir vorher genau
überlegst. z.B.: Ein paar Tage vorm Rennen mal zum Strand zu gehen oder
Wasserski fahren.
Ehrgeizig:
Du setzt dir Ziele und willst sie erreichen. Sowohl langfristig als
auch kurzfristige Ziele sind dir sehr wichtig. Du willst Ziele haben,
damit du weißt warum du trainierst. Dir ist bewusst das du diese Ziele
nur durch Ergeiz erreichen kannst. Wenn man in diesem Sport erfolgreich
sein will, muss man den Ergeiz besitzen alles dafür zu tun. Es gibt da
sicherlich nur wenige, die so viel Ergeiz haben wie du.
"Mental auf der Höhe":
Du kannst dich wie kaum ein anderer auf Ziele fokussieren und sie
erreichen. Selbst wenn es schlechte Läufe gibt, findest du immer etwas
gutes und lässt dich dadurch nicht unterkriegen. In der absoluten
Spitze gibt es keine Rennen, die du nicht Mental bewältigt hast. Du
weiß was zu tun ist und setzt dieses konsequent um.
Carolin Uliczka (meine große Schwester):
Steffen ist in Sachen Sport ein verdammt ehrgeiziger Kerl. Er setzt
sich Ziele und arbeitet hart und fokussiert darauf hin und stellt schon
mal viele andere Dinge hinten an. Sollte es nicht so laufen, wie er
sich das vorstellt, meide seinen Weg, denn dann kann auch er
unausstehlich werden!
Jan Fitschen (Europameister über 10 000m):
Im Training und auch sonst manchmal: der absolute Killer!!!
Jürgen Dethlefs (Lauffan aus Rendsburg):
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